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Geschichte der Wehr
Der erste Hauptmann der Turnerwehr war der Zimmermeister Peter Mohr. Unter seiner Leitung musste die Wehr ihre erste Feuerprobe im Winter 1872 bestehen. Nach dem ersten Weltkrieg musste die Wehr neu aufgebaut werden . Gleichzeitig begann ein planmäßiger Ausbau der Löschwasserversorgung. Pump- und Rohrnetze wurden erweitert und eine große Anzahl von Hydranten wurden in Betrieb genommen.1924 erklärte Brandmajor Johannes Mohr seinen Rücktritt und Hauptmann Johannes Evers nahm seinen Platz ein. In den folgenden Jahren wurde die Wehr zügig motorisiert und es wurden unter anderem auch eine Magirus Automobil-Drehleiter angeschafft. 1929 wurde eine neue geräumigere Feuerwache gebaut. Während des Zweiten Weltkriegs war die Itzehoer Feuerwehr unter der Führung ihres Hauptbrandmeisters Wilhelm Schunk bei der Bekämpfung der Brände in den von Fliegerangriffen betroffenen Städten Hamburg, Kiel und Wilster eingesetzt. Hervorragendes ist bei diesen Großeinsätzen von den in der Heimat verbliebenen Feuerwehrkameraden geleistet worden. Nach dem Ende des 2.Weltkriegs mußte die Feuerwehr auf Befehl der alliierten Militärregierung eine Alarmordnung aufstellen und zur Genehmigung vorlegen. Ebenfalls waren bis 1948 Einsatzberichte sowie Berichte über Beschaffungen aller Art der Militärregierung mitzuteilen. Erst 1947 wurden wieder freie Vorstandswahlen der Feuerwehr Itzehoe durchgeführt. Wilhelm Schunk leitete weiterhin die Geschicke der Wehr. Unter seiner Führung wurde z.B. eine Sterbe- und Unterstützungskasse eingerichtet, im Sterbe- und Unterstützungsfall wurden bis zu 200,- DM an die Hinterbliebenen gezahlt. Er übergab sein Amt am 11.Juni 1956 an Oberbrandmeister Willi Böge. Am 28. Januar 1963 beschaffte die Stadt Itzehoe ein Feuerwehrfahrzeug, das den Itzehoer Kameraden besonders ans Herz wuchs: "Der Lange Peter" Es handelte sich hierbei um eine Drehleiter mit einer Leiterlänge von 30 Metern (DL30). Sie wurde von den Kameraden der Wehr nach der gleichnamigen Straße in Itzehoe benannt. Am 13.Juni 1963 wurde die Freiwillige Feuerwehr Edendorf, sowie Ihr in Eigenarbeit errichtetes Gerätehaus in die Feuerwehr Itzehoe integriert. Die Edendorfer Kameraden brachten als Zeichen der Gemeinschaft sogar Ihre Kameradschaftskasse mit nach Itzehoe. Auch heute noch ist ein Großteil der Mitglieder aus dem Stadtteil Edendorf. Wehrführer Hugo Schünemann, der die Wehr Itzehoe von 1966-1972 geleitet hatte, trat aus gesundheitlichen Gründen vom aktiven Dienst zurück. Er übergab dieses verantwortungsvolle Amt in die Hände Karl-Artur Bekkers, der später auch Kreiswehrführer wurde. Karl Artur (Addi) Bekker und sein Stellvertreter Werner Oehlers führten die Wehr gemeinsam bis 1988. In dieser Zeit wird z.B. die Feuerwache Itzehoe komplett durch einen Neubau ersetzt. Die Einweihung der neuen Feuerwache wurde am 15.September 1982 zusammen mit dem 112jährigem Geburtstag der Wehr gefeiert.
Am 24. Oktober 1994 übergab Karl-Heinz Peters die Wehr an seinen Nachfolger Peter Happe. Stellvertreter blieb zunächst der bisherige: Hans Heinrich Dammann. Aus Altersgründen hatte der Kamerad Dammann nicht mehr kandidiert, seine Nachfolge übernahm der Kaufmann Achim Netzow.
Eine Tragödie ereignete sich am 11.12.2006. Unser Kamerad Kai Böge kommt beim Versuch einen anderen Taucher zu retten als Feuerwehrtaucher ums Leben und hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder. Das Ereignis löst eine Welle des Mitgefühls in der gesamten Republik aus. 2011 wurde auf Druck politischer Entscheidungsträger die Forderung nach der Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplanes durch einen unabhängigen Sachverständigen gestellt. Dieser bewertete die vorhandenen und geplanten Feuerwehreinsatzmittel (Personal, Geräte, Häuser) nach aktuellen Richtwerten und technischen Regeln. Als Folge dessen wurde deutlich, dass die Feuerwehr Itzehoe über angemessene Mittel verfügt, jedoch in einzelnen Stadtteilen nicht zu jeder Tageszeit die erforderlichen Funktionsträger ausreichend schnell zur Verfügung stellen kann. Zudem wurde festgestellt, dass die Mannschaftsstärke für eine Wehr mit derart großem Einsatzspektrum und Gefährdungspotenzial aufgestockt werden muss.
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